Argumente gegen Ausgrenzungen

Prof. Klaus-Peter Hufer spricht über „Neue Rechte – Altes Denken“

„Neue Rechte – Altes Denken“ - so heißt das aktuelle Buch von Prof. Klaus-Peter Hufer. Und so lautet auch der Titel des Vortrags, den er auf Einladung des Arbeitskreises "Waldorfschulen gegen Rechtsextremismus" im Saal der Freien Waldorfschule Soest hält.

„Die Neue Rechte hat ihren Hauptfeind gesehen und sieht ihn nach wie vor in der liberalen, pluralen Demokratie und offenen Gesellschaft sowie deren Vertretern“, antwortet Klaus-Peter Hufer auf die Frage nach den alten Denkmustern rechter Gesinnung. Wer sich faszinieren lasse von einfachen Antworten auf komplexe Probleme sei anfällig für rechtes Gedankengut. Das betreffe immerhin zwischen 25 und 30 Prozent der Erwachsenen in Deutschland. Klaus-Peter Hufer: „Diese Menschen denken ,rechts', das bedeutet antidemokratisch, vorurteilsbeladen, nationalistisch, wohlstandschauvínistisch; sie befürworten eine Politik der Ausgrenzung.“

Welche Rolle hat Schule, wenn es um die Einordnung dieser gesellschaftlichen Strömungen geht? Klaus-Peter Hufer: „Die Schule kann rechtspopulistischen oder -extremen Einstellungen entgegenwirken durch Aufklärung, eine demokratische Schulkultur und einen partizipativen Unterricht.“

Klaus-Peter Hufer ist tätig als außerplanmäßiger Professor für Erwachsenenbildung an der Fakultät für Bildungswissenschaften der Universität Duisburg-Essen. Bekannt geworden ist er unter anderen durch sein „Argumentationstraining gegen Stammtischparolen".

Der Vortrag „Neue Rechte – Altes Denken“ findet statt am Donnerstag, 12. März, ab 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.

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